Jusos Rheinschiene: Neue Mitglieder, neue Struktur und neue Ziele

Veröffentlicht am 06.04.2016 in Allgemein

Unsere Jugend bewegt sich!

Linz am Rhein. Wahlkampf. Es war die bisher wohl intensivste Zeit, die die „Jusos Rheinschiene“ seit ihrem Bestehen erlebt haben; gleichzeitig auch die spannendste und aufregendste für die Gruppe, die entlang der Rheinschiene in den Verbandsgemeinden Unkel, Linz und Bad Hönningen gemäß ihrem Motto anpacken und sich engagieren möchte. Ob man vor dem Vorteilscenter in Unkel mit der SPD-Landtagskandidatin Birgit Haas Wahlwerbung verteilte, mit einem Wahlkampfstand der Jusos RLP in der Fußgängerzone in Linz weiter Wähler und Wählerinnen überzeugte oder man sich bei einem Besuch von Malu Dreyer noch einmal das gemeinsame Ziel vor Augen führte; die Jusos waren präsent, um ihren Beitrag dafür zu leisten, dass die Wahl erfolgreich verlaufen konnte. Was sich dann seit Wochen in den aktuellsten Umfragewerten abzeichnete, wurde am Abend des 13.03.16 zur vorläufigen Gewissheit und ist seit dem 24.03.16 offiziell bestätigt: Bei einer starken Wahlbeteiligung von 70,4% gingen 36,2% der Stimmen an die SPD, die mit 39 Sitzen im neuen Landtag vertreten sein wird. Malu Dreyer bleibt somit Ministerpräsidentin und wird weiter die Geschicke des Landes leiten, während Julia Klöckner von der CDU mit 31,8% das schlechteste Wahlergebnis der Parteigeschichte für Rheinland-Pfalz einfuhr. Ein Ergebnis, auf das man aus Sicht der SPD und der Jusos stolz sein konnte und welches man mit Freude zur Kenntnis nahm – jedoch nur auf der einen Seite. Andererseits steht die Erkenntnis, dass, trotz aller Bemühungen, auch in Rheinland-Pfalz die etablierten Parteien nicht vor dem Erfolg der AfD gefeit waren. Mit 12,6% zieht auch diese in den 17. rheinland-pfälzischen Landtag ein, um dort künftig als drittstärkste Kraft zu agieren und entscheidenden Einfluss auf die Landespolitik zu nehmen. Ein starkes Ergebnis aus dem Stand einer zunehmend im rechten politischen Spektrum tätigen Partei, das der Unzufriedenheit der Wähler mit der unklaren Politik der bislang etablierten Parteien geschuldet ist. Insgesamt steht so die Erkenntnis, dass mit diesem Wahlergebnis auch ein Auftrag der Wählerschaft verbunden ist. Unabhängig davon, ob die Wähler die AfD aus Überzeugung oder eben doch überwiegend aus Protest gewählt haben; sicher ist, dass man sich von den großen Parteien einen klaren Kurs erhofft, eindeutige Ziele und eine Politik, die den Menschen in dieser politisch brisanten Zeit Sicherheit gibt. Ein Auftrag, den auch die Jusos wahrnehmen und in ihrer Arbeit umsetzen wollen. Es gilt, die Zukunft zu gestalten – und zwar gemeinsam.

Im Hinblick auf diese Aufgabe konnte man in den vergangenen Wochen neue Mitglieder willkommen heißen,die sich tatkräftig einbringen wollen, um den kommenden Herausforderungen zu begegnen. Mit Marie-Christin Schlüter und Felicitas Diedenhofen traten zwei Schülerinnen des Martinus-Gymnasiums in Linz den Jusos bei. Die beiden 18-jährigen haben es sich zum Ziel gesetzt, sich zu engagieren und aktiv über ihre persönliche Zukunft mitzubestimmen. „Ich bin seit ein paar Wochen bei den Jusos, weil ich finde, dass sich die Jugend viel mehr mit Politik auseinandersetzen muss. Ich möchte mit unserer Gruppe mehr Jugendliche dazu bewegen, etwas für unsere Demokratie zu tun. Denn: unsere Freiheit ist nicht selbstverständlich – wir müssen sie gegen rechte Intoleranz verteidigen“, so Felicitas, die sich bereits zuvor mit der Mitarbeit am vergangenen Willkommensfest in Erpel oder bei Sprachkursen für Flüchtlinge einbrachte. Mit Verena Loew fand zudem eine weitere Jugendliche ihren Weg zu den Jusos. Die ebenfalls 18-jährige ist Schülerin der Christopherusschule in Königswinter und hilft neben ihrer Abiturvorbereitung ebenso bei der Unterrichtung von Flüchtlingen in Sprachkursen in Erpel mit. Mit der politischen Arbeit möchte sie jetzt den nächsten Schritt gehen und auch andere motivieren, sich einzusetzen und ihr Mitbestimmungsrecht in der Gesellschaft zu nutzen. Komplettiert wird der Zuwachs von Lukas Fiest. Als Schüler der 12. Klasse an der Robert-Koch-Schule befindet sich der gebürtige Linzer ebenfalls im Alter von 18 Jahren und ist gespannt auf die Zusammenarbeit mit gleichaltrigen Menschen, die dieselben Werte vertreten wie er selbst: „Mit gleichdenkenden und gleichaltrigen Menschen möchte ich meine Meinung nach außen tragen und aktiv am politischen Geschehen teilhaben. Gerade in Zeiten wie diesen finde ich es wichtig, für sozialdemokratische Werte wie Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit einzustehen.“ Besonders kommt es ihm darauf an, nicht nur zuzuschauen, sondern sofort selbst Aufgaben übernehmen zu können. Im Hinblick darauf und auf die inzwischen schon 11 Mitglieder umfassende Gruppierung, nahmen die Jusos nun interne Wahlen vor, die eine effizientere Arbeit miteinander gewährleisten soll.

Als nun gewählter Social-Media-Beauftragter ist Lukas bei den Jusos für die Internetpräsenz der Gruppe, insbesondere für  deren Facebookseite zuständig. Des Weiteren wurde mit Martin Diedenhofen einstimmig ein Sprecher der „Jusos Rheinschiene“ gewählt, der hauptsächlich die Vertretung der Gruppe nach außen hin übernehmen wird und für die Kommunikation mit der SPD und dem übergeordneten Juso-Verband zuständig ist. Florian Kluwig übernimmt derweil die Aufgabe als stellvertretender Sprecher der Gruppe; mit Nina Thyssen als Kassiererin, Stephan Ehrenberg als Schriftführer und Lucas Bednarz als Pressereferentwurden außerdem drei weitere Mitglieder durch Wahl in ihrem neuen Aufgabenbereich bestätigt. Und die Zeit ist günstig, um sich als funktionierende Gruppeneinheit zu bewähren. Für die kommenden Wochen und Monate stehen aktuell einige neue Aktionen auf dem Programm, mit denen der Spaß an der (Kommunal-)Politik aufgezeigt werden soll und mehr Menschen für die für sie relevanten Themen begeistert werden sollen. Hervorzuheben sind die geplante Veranstaltung eines Themenabends, an welchem anhand eines aktuellen Films mit politischen Hintergrund eine Diskussionsrunde gestartet werden soll, die Abhaltung eines „Runden Tischs“, wo mithilfe von Experten zum Thema „Integration von Flüchtlingen in den Schulbetrieb“ gemeinsam ein Positionspapier mit Lösungsvorschlägen erstellt werden soll sowie die erneute Veranstaltung eines Fußballturnieres im Sommer diesen Jahres.

Alles in allem kann man sagen: Die Jusos haben eine Menge vor. Doch sind sie gut gerüstet, ihren Weg fortzusetzen und die geplanten Aufgaben nicht nur auf dem Papier, sondern auch in Wirklichkeit umzusetzen. Mit neuen Mitgliedern, einer klaren Linie und festen Zielen.

Um gemeinsam Zukunft zu gestalten.

 

 

 

 

Autor: Lucas Bednarz

 

 

Counter

Besucher:290210
Heute:34
Online:1

Wetter-Online

WebsoziInfo-News

23.01.2022 15:13 KLAUSUR DES SPD-PRÄSIDIUMS
SICHERHEIT IM WANDEL Die SPD stärkt klar den Kurs von Bundeskanzler Olaf Scholz im Umgang mit dem russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine. Außerdem sollen Verbraucherinnen und Verbraucher wegen steigender Heizkosten entlastet werden. Und: Die Regierung macht Tempo bei einem zentralen Wahlversprechen. Bei einer Klausurtagung hat sich das SPD-Präsidium klar zum Kurs von Kanzler

22.01.2022 15:14 REGIERUNG PACKT AN
12€-MINDESTLOHN SCHON AB OKTOBER Millionen Frauen und Männer bekommen in diesem Jahr noch eine kräftige Lohnerhöhung: Ab Oktober steigt der Mindestlohn auf 12€. Den Gesetzentwurf hat Arbeitsminister Hubertus Heil bereits in die Abstimmung mit den anderen Ressorts gegeben. Ein zentrales Wahlkampfversprechen der SPD ist bereits in der Umsetzung: Die Erhöhung des Mindestlohns im ersten Regierungsjahr

18.01.2022 19:55 HAPPY BIRTHDAY! – BETRIEBSVERFASSUNGSGESETZ WIRD 50
Demokratie im Betrieb, Mitbestimmung durch die Beschäftigten, ist ein entscheidender Baustein für starke Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – und für den Erfolg der Sozialen Marktwirtschaft. Grundlage dafür ist die große Reform des Betriebsverfassungsgesetzes von 1972. Heute vor 50 Jahren ist sie in Kraft getreten. Die Reform vom 18. Januar 1972 stärkte die Rechte der

18.01.2022 19:20 § 219A WIRD GESTRICHEN – „DAS WAR HÖCHSTE ZEIT“
Die Regierung will Frauen in Konfliktsituationen besser unterstützen. Dazu gehört auch, dass Ärztinnen und Ärzte umfassend medizinisch informieren können, wenn es um einen möglichen Schwangerschaftsabbruch geht. Die Koalition streicht darum jetzt „ein Relikt aus der Kaiserzeit“: den Paragrafen 219a. Bislang müssen Frauenärztinnen und -ärzte Strafverfolgung fürchten, wenn sie auf ihren Internetseiten darüber informieren, dass sie

Ein Service von websozis.info